VOM FLUSS KAMA BIS AN DEN SCHARTASCH-SEE

15. und 16. September 2021

Ochansk ist eine kleine Stadt am rechten Ufer der Kama mit einfachem Grundriss und parallel verlaufenden Straßen. Ich habe es nicht in das Museum geschafft; es war an beiden Tagen aus unverständlichen Gründen geschlossen, so dass ich nicht in der Lage war, wichtige Einzelheiten herauszufinden.

Die Abkürzung nach Perm, die etwa siebzig Kilometer lang ist, führt über eine Fähre; die Alternative entlang des Flusses umfasst mehr als 120 Kilometer.

Der Wasserstand des Flusses ist im Laufe des Sommers gesunken, und am Ufer ist ein mit Schlamm bedecktes Flößerholz zu sehen.

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VON MOSKAU BIS AN DEN FLUSS KAMA

1. September

Früh am Morgen brachen wir auf in Richtung Wladimir.

Ein kurzer Aufenthalt in dem Städtchen Pokrow, das auch Humboldt besuchte.

Die Fernstraße M7 namens „Wolga“, die Nischni Nowgorod, Kasan und Ufa mit Moskau verbindet, zerschneidet die Stadt in zwei Teile. Der Verkehrsfluss geht Tag und Nacht und erschüttert sowohl Häuser als auch die menschlichen Organismen. Tausende Motoren vergiften die Luft.

Wir fuhren die Franz-Stollwerck-Straße entlang. Ihren Namen erhielt die Straße im Jahr 2000 auf Beschluss der Stadtabgeordneten, weil 1997 die Firma Stollwerck, nachdem sie Dutzende Millionen Mark investiert hatte, eine Schokoladenfabrik in Pokrow eröffnete. Die Bewohner sind geteilter Meinung über diesen Straßennamen.

Nachdem wir der Fernstraße M7 einige Minuten Tribut gezollt haben, kamen wir auf die andere Seite der Stadt. Auch hier gibt eine „deutsche“ Straße, sie trägt wenig überraschend den Namen Karl Liebknechts.

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